Klassische Homöopathie für Rinder

Lt. Herausgeber:
Naturheilkunde, speziell die homöopathische Behandlung, ist mittlerweile zur Selbstverständlichkeit in der Rinderhaltung geworden. Von den Ursachen über die Symptome bis hin zur Behandlung lässt dieses Standardwerk keine Fragen offen. Für eine nachhaltige Landwirtschaft ist die Naturheilkundliche Behandlung Voraussetzung.  [...]

Klassische Homöopathie für Rinder

Birgit Gnadl
Klassische Homöopathie für Rinder
4. Auflage, erschienen 2011, 544 Seiten, kart.
ISBN 978-3-00-034572-2
Eigenverlag Baumgartner Übersee / Feldwies | 52,00 €

 

  • Rezension von: Stefanie Olhöft im Januar, 2012

    Für die einen ist dieses Buch bereits ein Klassiker der homöopathischen Literatur für Tiere, für die Anderen ist es noch ein Geheimtip – Fakt ist: dieses Buch bietet weit mehr, als nur Vorschläge für die homöopathische Behandlung des Rindes.
    Angefangen mit allgemeinen Hinweisen zur Homöopathie und für die Verabreichung von Homöopathika bei Rindern, folgt zunächst eine Aufzählung von Arzneien, die sich als Stallapotheke bewährt haben, sowie Notfallbehandlung.

    Der wahre Schatz dieses Buches sind die umfangreichen Kapitel über die Pathologie, chronologisiert nach verschiedenen Organsystemen. Hier werden nicht nur nach bewährten Indikationen homöopathische Mittel zu den einzelnen Erkrankungen aufgeführt, sondern Krankheitsbilder beschrieben und wichtige allgemeine Hinweise zum Umgang mit den einzelnen Erkrankungen - vor allem auch solche für die Prophylaxe (diese wird in einem gesonderten Kapitel noch einmal herausgestellt). Immer wieder wird auf das Management eingegangen, wie Haltung, Pflege und Fütterung. Neben der Homöopathie werden auch weitere Maßnahmen beschrieben, sowie Behandlungen mit anderen naturheilkundlichen Therapien.
    Erweitert wurde die 4. Auflage um mehrere Kapitel, wie einige Krankheitsbilder, Zoonosen, Blutegeltherapie beim Rind, Homöopathie in der Mutterkuhhaltung, Augenerkrankungen etc.

    Nicht zuletzt anhand des umfangreichen Kapitels über Trächtigkeit, Geburt und die Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane wird deutlich, dass die Autorin wahre Praktikerin ist, die viel Erfahrung als Landwirtin und Therapeutin aufweist. Mit einem hohen Bildanteil ist dies ein anschauliches Handbuch – aus der Praxis für die Praxis!

    Ein Wermutstropfen ist die Ausschließlichkeit mit der auf den ersten Seiten diejenigen, die einen Tierheilpraktiker suchen, darauf hingewiesen werden, zu beachten, dass dieser unbedingt im Ältesten Verband der Tierheilpraktiker e.V. Mitglied ist. Denn es gibt auch andere Verbände, in denen gute und gut geprüfte Therapeuten sind.

    Birgit Gnadl unterhält mit ihrer Familie einen Bio-Milchviehbetrieb im Chiemgau und ist langjährig praktizierende Tierheilpraktikerin. Ihre Praxis führt sie zusammen mit ihrer Kollegin Angela Lamminger-Reith.

    Das Buch ist auch erhältlich beim Narayana Verlag.

    Rezension: Stefanie Olhöft Jan, 2012